Gesunder Schlaf: Tipps für gute Schlafqualität

Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. Ohne guten Schlaf fühlen wir uns ausgelaugt. Gesunder Schlaf ist daher die Basis unserer Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Schlafzimmer „gesund“ gestalten können und was Sie beachten sollten, damit Sie erholt in den nächsten Tag starten können.


Übersicht

Gesunder Schlaf durch Massivholz im Schlafzimmer


Schlafzimmereinrichtungen aus Massivholz werden immer beliebter. Aus gutem Grund, denn Holz hat viele positive Eigenschaften, die sich auf die Schlafqualität und damit auf Ihre körperliche und geistige Gesundheit auswirken.


1. Hoher Wohlfühlfaktor und Stressreduktion

Innenräume mit viel Holz vermitteln ein Gefühl der Behaglichkeit und Geborgenheit. Sie werden als warm, beruhigend und gemütlich empfunden. Holz enthält zudem ätherische Öle und gibt Düfte ab, die unser Körper als besonders angenehm und entspannend wahrnimmt. Dadurch verbessert sich die Schlafqualität und infolgedessen auch das allgemeine Wohlbefinden.

Vergleichsstudien haben inzwischen auch bestätigt, dass natürliche Holzoberflächen im Vergleich zu künstlichen Nachbildungen (Melaminoberflächen auf Spanplatte) bessere Werte hinsichtlich Wohlfühlfaktoren und Stressreduktion bieten.

Eine Studie der University of British Columbia belegt beispielsweise die Korrelation zwischen einer Holzumgebung und der positiven Beeinflussung des sympathischen Nervensystems (Herz, Blutdruck, Stoffwechsel). Zusätzlich wird Aufmerksamkeit, Kreativität und Konzentrationsfähigkeit gesteigert, da die Erholung im Schlaf besser ist.

Zu einem ähnlichen Ergebnis ist auch eine Blindstudie des JOANNEUM RESEARCH gekommen, die im Auftrag eines interregionalen Forschungsprogramms die Auswirkungen von Zirbenholz auf Belastungs- und Erholungsfähigkeit an 30 gesunden Erwachsenen analysiert hat. Es handelt sich hier allerdings um keine streng wissenschaftliche Studie. Die Ergebnisse zeigen jedoch dieselben Resultate hinsichtlich der positiven Effekte auf das sympathische Nervensystem wie in der zuvor genannten Studie: Im Zirbenbett bzw. Massivholzbett schläft es sich wesentlich besser.


Grafik: Im Vergleich zu einem Holzdekorbett oder dem eigenen Bett ist die vegetative Erholung in einem Zirbenbett deutlich besser (Bild 1) und die Herzfrequenz wesentlich niedriger (Bild 2). Quelle: Studie Evaluation der Auswirkungen eines Zirbenholzumfeldes auf Kreislauf, Schlaf, Befinden und vegetative Regulation, JOANNEUM RESEARCH


2. Gesunder Schlaf durch verbessertes Raumklima

Für einen erholsamen Schlaf spielt die Luftqualität eine große Rolle. Naturholz beeinflusst das Raumklima im Schlafzimmer positiv, da es überschüssige Raumfeuchte aufnimmt und sie bei trockener Luft langsam wieder abgibt. Da Holz nur eine geringe Wärmeleitfähigkeit besitzt, wird auch die Temperatur durch die Verwendung von Holz in Räumen reguliert. Auf diese Weise tragen Massivholz-Möbel dazu bei, dass sich das Raumklima von selbst reguliert. Auch gute Holzfußböden, insbesondere Parkettböden, schaffen ein angenehmes Raumklima.


Bild: Schlafzimmermöbel aus Erle Massivholz


3. Antistatische Wirkung gegen Elektrosmog

Eine Ursache für schlechten Schlaf ist die elektrostatische Aufladung (Elektrosmog) von Einrichtungsgegenständen im Schlafzimmer. Dabei handelt es sich um elektrische, magnetische und elektromagnetischen Felder, die durch Metalle und Elektrogeräte entstehen und verstärkt werden.

Verantwortlich für die Aufladung ist geringe Luftfeuchtigkeit. Da Massivholz die natürliche Fähigkeit besitzt, überschüssige Feuchtigkeit zu absorbieren und bei Trockenheit wieder abzugeben, entsteht erst gar keine elektrostatische Ladung. Metallbetten hingegen oder Betten mit leitfähigen Metallgestellen oder Verstrebungen aus Stahl laden sich auf und stören die Regeneration. Ein Schlafzimmer mit Holzeinrichtung und metallfreie Bettsysteme verringern Elektrosmog daher deutlich.


Bild: Schlafzimmerkasten in Edelholz


4. Reduktion von Schadstoffen im Schlafzimmer

Gesunder Schlaf kann auch durch Schadstoffe verursacht werden, die von Möbeln abgegeben werden. Zur Herstellung von z.B. Massivholzbetten werden unbehandelte giftfreie und mit Naturöl behandelte Hölzer verwendet. Hersteller von Billigmöbel hingegen verwenden nicht nur billiges und oft auch schadstoffbelastetes Material, sondern verarbeiten es auch schlecht.

Schadstoffe bei Billigmöbeln

Qualitativ hochwertige und fachgerecht hergestellte Möbel lassen sich von Giftschleudern beispielsweise dadurch unterscheiden, dass alle wesentlichen Schnittkanten durch Möbelkanten abgedeckt sind. Dadurch kann das Formaldehyd von Spanplatten nicht ungehemmt in den Raum austreten. Qualitativ hochwertiges Holz sowie eine fachgerechte Verarbeitung und Montage unter Zuhilfenahme von geeigneten und zertifizierten Montageklebern reduziert das Risiko von Gifteintrag im Raum.

Achten Sie auf die Herkunft des Holzes

In Hinblick auf die Schadstoffbelastung von Holzmöbeln ist auch darauf zu achten, woher sie kommen. Während Möbel mit der Herkunft aus Österreich, Deutschland und den skandinavischen Ländern unbedenklich sind, sollten Sie bei Ländern wie Italien, Rumänien oder Polen prüfen, wer genau der Hersteller ist. In diesen Ländern gelten zwar grundsätzlich die europäischen Normen auch hinsichtlich der Schadstoffe (E1), aber wie man weiß, ist dort auch die Einhaltung des geltenden Arbeitnehmerschutzes nicht immer gewährleistet. Sehr zu hinterfragen sind auch Herstellungsländer in SO Asien, da zu den vorher erwähnten Schadstoffen noch Insektengifte, Pestizide, Fungizide und weitere Chemikalien für den Überseetransport kommen.

Gütesiegel geben Sicherheit

Beim Kauf von Möbel, Parkett und Wandverkleidungen ist daher ein Blick auf Holzherkunft bzw. Gütesiegel sinnvoll. Gütesiegel für gesundes Wohnen sind z.B. FSC-Holz aus legalen ausbeutungs- und umweltverträglichen Schlägerungen, Natureplus, Österreichisches Umweltzeichen, Blauer Engel, kork Logo, Schadstoffgeprüft, CE-Kennzeichnung, EC1 Klebstoffe mit geringsten Schadstoffanteilen, IVG -Allergiker-geeignet, Allergiker-freundlich oder TÜV Nord "Allergiker geeignet".

Holz ist für Allergiker besonders gut geeignet


Allergische Erkrankungen sind individuelle Reaktionen auf sogenannte Allergene. Dabei handelt es sich um Stoffe biologischen Ursprungs, die zwar überwiegend nicht schädlich sind, bei Allergikern aber zu unangenehmen Reaktionen führen.

Zunahme von Allergenen im Innenraum

Eine der Hauptursachen für die beobachtete Zunahme von Allergien ist die Zunahme der Allergenexposition in Innenräumen. Dabei spielen nicht nur die klassischen Formen von allergenen Stoffen wie Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tierhaare oder Pollen eine Rolle. Zunehmend lösen auch „moderne“ allergene Umweltfaktoren wie Baumaterialien, Einrichtungsgegenstände, Haushalts- und Reinigungsmitteln Reaktionen aus. Allergiker reagieren auf Innenraumschadstoffe besonders sensibel und sollten daher durch entsprechende Adaptierung der Innenräume für eine gute Wohn- und Schlafqualität Sorge tragen.

Allergiker-Studie: Holz ist optimal für Allergiker

Eine Studie der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) hat aufgezeigt, dass der Holzbau für Allergiker besonders gut geeignet ist: Durch die Holzbauweise ist zum einen die Feinstaubbelastung sehr gering und zum anderen werden die Auswirkungen, die von der Hausstaubmilbe ausgehen, gemildert. Wenn Sie also Allergiker sind, dann wäre eine Bio Holzausstattung im Schlafzimmer besonders vorteilhaft für Sie. Allein das Aroma von Holz wirkt sich schon positiv auf Ihren Schlaf aus. Außerdem lädt sich Holz nicht elektrostatisch auf, sodass weniger Staub daran hängenbleibt.

Massivholzbett aus Birnenholz
Bild: Massivholzbett aus Birnenholz


Gesunder Schlaf mit der passenden Matratze


Für einen erholsamen Schlaf ist auch die richtige Matratze wichtig. Hier sollten Sie nicht am falschen Ende sparen und sich aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten individuell beraten lassen. Wichtig ist, dass Kopf und Rücken im Liegen ausreichend gestützt werden. Die Matratze sollte in Rückenlage die Form der Wirbelsäule nachbilden und in Seitenlage diese waagrecht halten. Nachfolgend ein kurzer Überblick der verschiedenen Matratzenarten:

Kaltschaum-Matratzen passen sich an den Körper sehr gut an und haben eine gute Punktelastitizät. Die Offenporigkeit sorgt dafür, dass Körperwärme und Feuchtigkeit gut aufgenommen werden. Sie sind atmungsaktiv, stützen den Körper gut und sorgen für ein gutes Schlafklima.

Latex-Matratzen bestehen aus reinem Naturkautschuk und diversen Zusatzstoffen. Sie werden in Einzelanfertigungen hergestellt. Latex stützt besser als Kaltschaum und fühlt sich von der Oberfläche her kuscheliger an. Drehen und Wenden ist allerdings bei Latexmatratzen schwerer. Je höher der Naturlatexanteil ist, desto teurer ist die Matratze.

Geltexmatratzen sind die neuesten Matratzenmodelle auf dem Markt. Sie bestehen in ihrem Kern aus einem speziellen Activecare-Schaum. Die Matratze ist sehr kuschelig, stützt sehr gut, ist temperaturneutral und durchlüftet sehr gut. Aus demselben Material werden auch Kissen angeboten.


Bild: Edinburgh GELTEX®-Matratze, Firma Sembella


Viskoelastische Matratzen passen sich perfekt an den Körper an, sobald Druck und Körperwärme auf die Matratze einwirken. Für Menschen mit Verknöcherungen, Rundrücken und diversen orthopädischen Beschwerden kann diese Matratzenart durchaus von Vorteil sein. Der viskoelastische Schaum ist allerdings in der Rückbildung sehr träge. Er gibt daher wenig Stütze, man liegt dann schnell in einer Mulde.

Federkernmatratzen bestehen aus Metallfedern. Es gibt Bonellfederkern-, Taschenfederkern- und Tonnentaschenfederkernmatratzen. Letztere sind am hochwertigsten, da sie mit verschiedenen Zonen durch hohe Punktelastizität optimale Liegeeigenschaften bieten. Besonders beliebt sind derzeit Boxspringbetten mit Federkernmatratzen.

Allergikermatratzen bestehen aus speziellen Materialien, wo sich keine Milben aufhalten können. Damit braucht man die teuren und undurchlässigen Allergiker-Bezüge nicht mehr. Diese Matratzen gibt es z.B. bei unseren Partnern Sembella (Bultex® Activschaum) und Elastica Schlafsysteme (Kaltschaum-Allergikermatratzen).

Kokosmatratzen bestehen aus den Fasern der Kokospalme. Sie nehmen Wasser gut auf, verfügen aber über keine Elastizität. Sie werden daher in Kombination mit Latex hergestellt. Vorsicht gilt hier in Hinblick auf Pestizide (Gütesiegel!)

Strohmatratzen sind sehr feste Matratzen aus gepresstem Stroh, die in einem Jutesack versteppt sind. Sie wärmen gut, besitzen eine gute Luftdurchlässigkeit und speichern Feuchtigkeit. Sie werden oft in Kombination mit Latex hergestellt.

Rosshaar-Matratzen sind eine natürliche Alternative, die keine Kuhlen bilden und mit hoher Luftdurchlässigkeit ein sehr angenehmes und trockenes Schlafklima im Winter wie im Sommer schaffen. Eine der wenigen Firmen weltweit, die dieses Handwerk noch beherrschen, ist die Firma Moosburger.


Bild: Rosshaarmatratze Biocen O-RS, Moosburger Roßhaar-Manufaktur


Gesunder Schlaf – Kissen


Neben Einrichtung, Bett und Matratze hat auch das Kopfkissen einen wichtigen Einfluss auf die Schlafqualität. Ein Kissen muss einen schmerzfreien Schlaf ermöglichen, es darf keine Haltung erzwingen, und es muss sich subjektiv gut anfühlen. Vor allem der Nackenbereichs muss optimal gelagert sein. Andernfalls sind am nächsten Morgen Verspannungen beim Aufstehen vorprogrammiert. Ein neues Kissen sollte man daher möglichst ausprobieren. Wer Rücken- oder Nackenprobleme hat, ist mit einem medizinischen bzw. ergonomischen Kopfkissen gut beraten. Diesbezüglich braucht es eventuell Beratung.


Bild: GELTEX®-Kissen für Bauchschläfer, Firma Sembella


Tipp: Informationsveranstaltungen zum Thema "Gesunder Schlaf"


Von September bis November 2019 bieten wir Ihnen die Gelegenheit, sich im Rahmen von Workshops zum Thema „Gesunder Schlaf“ umfassend zu informieren. Die Veranstaltungen finden jeweils Donnerstag ab 18.30 Uhr in unserem Schauraum Küche! Wohnen! Holz! in Perchtoldsdorf statt.

Schlafsysteme im Vergleich/26.09.2019: Gisela Breyer (Fa. Sembella) ist langjährige Spezialistin im Schlafbereich und wird verschiedene Schafsysteme vorstellen.

Physio-Schlaf/24.10.2019: Vortrag von Physiotherapeut Peter Wese, der mit „seiner Kunststoff-Wirbelsäule“ demonstrieren wird, was Sie besser machen können, um besser zu schlafen.

Alternative Schlafsysteme/07.11.2019: Christian Moosburger wird darüber berichten, was das Schlafsystem aus Rosshaar leisten kann.

Schlafcoaching/21.11.2019: Ganz nach dem Motto „Schlaf dich fit und gesund“ zeigt Thomas Ivancich Möglichkeiten für eine nachhaltige Verbesserung der Schlafqualität auf und steht für Fragen zur Verfügung


Fazit: Gesunder Schlaf mit Holz und alternativen Schlafsystemen


Wer körperlich und geistig leistungsfähig sein möchte, der sollte als erstes beim Schlaf ansetzen. Neben der optimalen Matratze und dem richtigen Kissen, stellt auch die Schlafzimmereinrichtung einen wesentlichen Einflussfaktor für einen erholsamen Schlaf dar. Holz ist aufgrund seiner positiven Effekte als Material für Boden, Schlafzimmermöbel und Bett als bevorzugtes Material zu bewerten. Eine hochwertige Schlafzimmerausstattung ist im Vergleich zu Billigmöbel zwar mit höheren Kosten verbunden. Wenn Sie aber die Kosten in Relation zu den Nutzungsjahren betrachten, dann sind das täglich wenige Euro für Ihr Wohlbefinden und die Steigerung Ihrer Leistung.

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