SCHLAFRÄUME - SCHLAFEN & ENTSPANNEN

Lehmputz und Naturdämmung im Schlafraum

Das Thema war seit Jahren die sommerliche Überhitzung, daher dachte man daran, die alte Wärmedämmung aus den 90er Jahren gegen eine Biologische Lösung zu tauschen. Die Gipskartonplatten und die mit Alufolie kaschierten Glaswolldämmungen wurden entfernt.

Als neue Dämmung gab es Schafwolle, mit Stopfhanf ergänzt, um die Ritzen und kleinen Ecken auch zu erreichen.

Statt der Gipsplatte gönnte man dem Raum eine Lehmbauplatte, die ähnlich der üblichen Gipsplatten an Wand und Decke zu schrauben sind. Darauf ca. 4mm Lehmputz mit Netz aufgebracht, worauf noch eine Schicht von 2mm Lehmputz aufgetragen wurde. Diese letzte Schicht besteht aus weißem Lehmputz, der mit Naturfarben in dem gewünschten Aufhellungsgrad vermischt wird und damit die Deckfarbe gibt.

Eine Wandfläche sollte ganz dunkel im Farbton „Beere“ gestaltet werden. Hier entschied man sich zu einem Leinölanstrich, der eine größere Farbdeckkraft als der Lehmputz hat. Die Farbe wurde direkt auf den Lehmputz in 2-fach Arbeitsgang aufgetragen.

Der Vorteil dieser Methode ist, dass die Farbe nicht nur einen Pinselstrich dick ist, sondern 2mm. Kleine Beschädigungen an der Wand bleiben daher lange verborgen, weil die Farbe nicht abgeht. Eine Besonderheit ist auch die sehr offenporige Oberfläche, die ein optischer Hingucker ist.

Nun wurde noch der Dachboden mit 10 cm Holzweichfaserplatte gedämmt. Somit ist dieser Raum von einem System mit Dampfsperre zu einem System mit Dampfbremse mutiert. Die Feuchtigkeit im Raum wird dadurch nicht lännger von Gipsplatte und Alufolie aufgehalten und kann sich in die Schafwolldämmung ausbreiten. Diese Dämmung gibt Feuchte auch wieder in den Raum ab. Somit lebt dieses System besser und kann Feuchtigkeitsunterschiede besser ausgleichen.

Als Schlusspunkt wurden die elektrischen Leitungen auf ein Minimum reduziert, und Akku-, oder batteriebetriebene Geräte angeschafft, wie Wecker und Nachtlicht. Nach einer Messung von Elektrosmog und Strahlungen wies der Raum nach dem Umbau praktisch keine nachweisbaren Werte aus.

Der Raum ist also nicht nur „atmend“ sondern auch von der Strahlung her komplett beruhigt.

Facts:
  • Schafwolle und Stopfhanf, sowie Holzweichfaserplatten als Dämmung
  • Lehmbauplatten ersetzen Gipskartonplatten
  • 4mm Lehmputz + 2mm Dekorlehmputz bringen offenporige atmende Oberfläche
  • Leinölanstrich

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